Ein optimaler Gesundheitszustand von Mann und Frau beeinflusst die Zeugung eines Kindes positiv. Für die weitere Entwicklung des Kindes und die Geburt liegt ein besonderes Ausgenmerk auf der werdenen Mutter.
Ein Faktor bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes der Frau ist die Einschätzung einer möglichen Übergewichtigkeit (Adipositas) nach dem Body-Mass-Index BMI. Für eine eigene Einschätzung Ihres BMI haben wir auf dieser Seite einen BMI Online-Rechner zur Verfügung gestellt (s.u.).
In unserer Ernähungsberatung unterstützten wir Sie für eine erfolgreiche und komplikationsfreie Schwangerschaft.
Ernährungsberatung und Diätberatung von
Patricia Buchholz
Das Kinderwunschzentrum Berlin bietet Ihnen die Gelegenheit sich von Ernährungsberaterin Frau Buchholz bei dem Wunsch einer Gewichtsreduktion oder einer Umstellung auf eine gesündere Lebensweise unterstützen zu lassen.
Die Schwerpunkte liegen dabei auf:
Diabetes mellitus
Bluthochdruck
Fettstoffwechselstörungen
Gewichtsreduktionskurs
Nahrungsmittelergänzungen
Möchten Sie einen Kurs zur Gewichtsreduktion besuchen werden folgende Themen angesprochen:
Essverhalten erkennen und ändern
Prinzip der kleinen Schritte
Lebensqualität und Zufriedenheit
gesunde Ernährung
Prinzip der Selbstverantwortung
Gruppendynamik
individuelle Ziele
kein Diätkurs!
Dieser Kurs wird durch unsere Praxis ärztlich begleitet.
Warum ist das Gewicht so wichtig bei dem Wunsch, schwanger zu werden?
Wenn Paare mehr als ein Jahr vergeblich versuchen, schwanger zu werden, spricht man gemäß WHO – Kriterien von Infertilität oder Sterilität (Unfruchtbarkeit). Die Ursachen für die ungewollte Kinderlosigkeit können sehr verschieden sein. Ein entscheidender Faktor, der die Fruchtbarkeit auf Seiten der Frau, aber auch die des Mannes beeinflusst, ist der Ernährungszustand.
Die Fortpflanzungsfähigkeit höherentwickelter Säugetiere und auch des Menschen ist – evolutionsbiologisch betrachtet – keine Körperfunktion, die primär lebenserhaltend ist. In Zeiten von Mangelernährung (z.B. während eines Krieges) oder in Zeiten schwerer Krankheiten, in denen der Körper alle Kräfte für die Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung seiner Gesundheit mobilisieren muss, werden offenbar bestimmte Hormonfunktionen so gedrosselt, dass die Fortpflanzungsfähigkeit vorübergehend oder dauerhaft eingestellt wird – sowohl bei der Frau als auch beim Mann. Bekannt ist z.B., dass Leistungssportlerinnen mit einem hohen Anteil an Muskelmasse und einem geringen Fettanteil zu unregelmäßigen Zyklen neigen oder die Menstruation und damit der Eisprung und die Fortpflanzungsfähigkeit ganz ausbleiben. Auch bei Männern kommt es bei extremen sportlichen oder sonstigen Dauerbelastungen sehr oft zu eingeschränkten Spermienparametern.
Andererseits ist vor allem bei Frauen ein zu hoher Körperfettanteil und Übergewicht problematisch im Zusammenhang mit dem Kinderwunsch. Das Fettgewebe ist ein Hormonproduzent. Vor allem die sogenannten Androgene (männliche Hormone) geraten bei übergewichtigen Patientinnen aus dem Gleichgewicht. Bei einer gesunden normalgewichtigen Patientin gibt es ein Gleichgewicht zwischen weiblichen (Östrogenen) und männlichen Hormonen (Androgene).
Bei Übergewicht kommt es oft zu einer Verschiebung dieses Gleichgewichtes zugunsten der Androgene. Die Ursache ist eine Einschränkung der Hypophysenfunktion im Gehirn. Folgen können sein: vermehrter Haarwuchs, Bartwuchs, eine Insulinresistenz und – für die Kinderwunschbehandlung besonders folgenreich: eine Fehlfunktion der Eierstöcke. Die Eierstöcke neigen dann oft zur Zystenbildung. Eine Hormonbehandlung, die für eine Kinderwunschbehandlung Voraussetzung ist, wird sehr schwierig, da die Eierstöcke unvorhergesehen auf die verabreichten Hormondosen reagieren können. Man spricht dann von einem sog. Polycystischen Ovarsyndrom (PCOS). Die Folge können Überstimulationen sein, aber auch die Qualität der Eizellen ist für eine künstliche Befruchtung dann oft deutlich eingeschränkt.
Weitere Moleküle wie Adiponectin und Leptin fungieren als „Linkerfaktoren“ zwischen dem Fettstoffwechsel und dem Ernährungssystem einerseits und dem endokrinen System andererseits, das die Fortpflanzungsfunktionen steuert. Daraus resultiert sozusagen ein „crosstalk“ zwischen beiden Systemen. Dieses Netzwerk kann durch Übergewicht gestört werden und auch die Erfolgschancen bei einer künstlichen Befruchtung beeinträchtigen.Â
Eine Kinderwunschbehandlung durchzuführen, ist eine für das Paar oftmals in psychischer, finanzieller und organisatorischer Hinsicht belastende Situation. Man sollte daher vor Behandlungsbeginn versuchen, die bestmöglichsten Voraussetzungen zu schaffen, um einen baldigen Erfolg zu erzielen. Neben dem Vermeiden des Rauchens sind Ernährung und Gewicht die zentralen Faktoren, die den Ausgang der Behandlung beeinflussen können.   Patientinnen mit einem normalen Body – Mass – Index (BMI, zwischen 20 und 26) haben eine bis zu 10 % höhere Chance auf eine Schwangerschaft nach einer Kinderwunschbehandlung.
Ein zu hoher BMI kann dabei ebenso nachteilig sein wie ein BMI unter 20. Â Â Â Â Â Â
Geben Sie Ihre Körpergröße ein oder stellen Sie den Schieberegler entsprechend ein.
BMI berechnen anhand von Körpergröße und Gewicht:
Wenn Sie Ihr Gewicht eingeben oder einstellen, können Sie direkt den BMI ablesen.
Ziel-Gewicht anhand von Körpergröße und Wunsch-BMI berechnen:
Wenn Sie den BMI einstellen, können Sie ablesen welches Gewicht Sie für diesen Body Mass Index haben müssten.
Über die Ausage des ermittelten BMI-Wert herrscht Uneinigkeit. Besonders weil einfach die komplette Körpermasse herangezogen wird und keine Unterscheidung zwischen Muskeln und Fettgewebe statt findet. So haben trainierte Menschen einen höheren Body Mass Index.